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Die starke Zunahme von Sensortechnologien, zusammen mit dem Vormarsch der drahtlosen
Kommunikation und der mobilen Endgeräte, ermöglichen kontextabhängige Anwendungen. Diese
Anwendungen berücksichtigen den Kontext von Realweltentitäten, wie die gegenwärtige Position,
physikalische Umgebung oder gar Aktivität des Benutzers. Sie können auf Änderungen in der
realen Welt reagieren und sich anpassen und Informationen in Abhängigkeit vom
Anwendungskontext selektieren und präsentieren. Da beinahe alle Anwendungsbereiche von
Kontextinformation profitieren können, ist unsere Vision, dass in Zukunft alle Anwendungen
kontextabhängig sind.
Milliarden von Sensoren, die sich in unserer physikalischen Umgebung befinden, erfassen
eine enorme Menge von Kontextinformationen. Diese Informationen werden in zahlreiche
räumliche Kontextmodelle eingespeist, welche die Basis für kontextabhängige Anwendungen
bilden. Die Modelle können sowohl stationäre Objekte wie Straßen oder Gebäude, als auch
mobile Objekte wie Personen oder Fahrzeuge beinhalten. Die räumlichen Modelle können sich
in verschiedenartiger Weise unterscheiden, wie z.B. in topografischer oder topologischer
Natur, im Grad ihrer Detaillierung oder der Abdeckung unterschiedlichster Gebiete und Aspekte
der realen Welt.
Sowohl aus wirtschaftlichen als auch aus technischen Gründen ist die gemeinsame Nutzung von
Kontextinformation durch eine breite Vielfalt von Anwendungen höchst erstrebenswert. Hieraus
ergibt sich - analog zum World Wide Web - die Vision eines "World Wide Space", eines
virtuellen Raums, welcher den konzeptionellen und technologischen Rahmen für die Integration
und den Zugriff auf Kontextmodelle liefert. Jedem Anbieter, ob kommerziell oder
nicht-kommerziell, steht es frei, Kontextmodelle darin zu "platzieren". Die Modellverwaltung
erfolgt föderiert und führt zu einem groß angelegten Kontextmodell, welches eine globale und
konsistente Sicht auf die Kontextdaten bietet. Die Föderation ermöglicht komplexe
Raumanfragen bei kontinuierlicher Auswertung und strombasierter Verarbeitung. Wird das
Kontextmodell durch temporale Konzepte angereichert, können Anwendungen nicht nur den
aktuellen Modellstatuts abfragen, sondern auch auf vergangene Zustände zurückgreifen bzw.
zukünftige vorausberechnen. Zum Schutz der Kontextdaten lassen sich anwendungsspezifische
Sichten für den individuell kontrollierten Modellzugriff definieren. Der "World Wide Space"
ist die Vision einer gemeinsamen Basis für zukünftige kontextbezogene Anwendungen.
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