SFB 627: Nexus
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unilogo Universität Stuttgart
SFB 627: Nexus
Teilprojekt A2:

Modellbasierte Kommunikation

English Version
 
Prof. Dr. rer. nat. Dr. h. c. Kurt Rothermel

Universität Stuttgart
Institut für Parallele und Verteilte Systeme
Universitätsstraße 38
70569 Stuttgart

Tel. +49 (0)711 7816 434
Fax +49 (0)711 7816 424
Kurt.Rothermel@informatik.uni-stuttgart.de


Überblick


Im Teilprojekt A2 "Modellbasierte Kommunikation" sollen Kommunikationsmechanismen entwickelt werden, welche die Umgebungsmodelle ausnutzen, um dadurch die Kommunikation effizienter zu gestalten oder neue Kommunikationsformen überhaupt erst möglich zu machen. Betrachtet werden dabei die Unterstützung des entkoppelten Betriebs und die geographische Kommunikation. Thematisch eng verwandt mit den in diesem Projekt behandelten Fragestellungen ist die ereignisbasierte Kommunikation, die sich mit der Beobachtung von auf der Grundlage des Umgebungsmodells definierten Ereignissen und deren Propagierung befasst. Diese Forschung wird durch eine externe Kooperation mit Microsoft Research gefördert.

Im ersten Schwerpunkt sollen, aufbauend auf den Vorarbeiten der Nexus-Forschergruppe, zugriffsoptimierende Verfahren entwickelt werden, um auch im entkoppelten Betrieb den Zugriff auf Informationsobjekte des Umgebungsmodells zu gewährleisten. Als Lösungsansatz bietet sich die Vorabübertragung von Daten in Gebieten mit guter Netzanbindung an, was man auch als "Hoarding" bezeichnet. Als Basis für die Vorabübertragung wird angenommen, dass eine Infrastruktur von so genannten Infostationen zur Verfügung steht, welche mittels drahtloser LANs (WLANs) einen breitbandigen und kostengünstigen Zugriff auf Umgebungsmodelle und sonstige Informationsräume ermöglichen. Sie sind in einem Gebiet verteilt, in dem ansonsten keine Kommunikation oder nur eine Kommunikation mit der maximalen Datenrate eines Mobilfunknetzes wie GSM, GPRS oder -- in Zukunft -- UMTS möglich wäre. Forschungsgegenstand sind also Hoarding-Verfahren, welche die für den jeweiligen Benutzer relevante Information selektieren und auf das mobile Endgerät vorab laden. Durch die Berücksichtigung des Ortsbezugs von Informationsobjekten und deren semantische Nähe sowie Charakteristika und aktuelle Situation der Benutzer soll eine möglichst hohe Relevanz der geladenen Daten und eine möglichst geringe Anzahl von "Hoard-Misses" erreicht werden. Die semantische Nähe von räumlichen Objekten soll primär auf der Grundlage der Strukturinformation und der Relationen im Umgebungsmodell ermittelt werden. Dadurch ergeben sich völlig neue Fragestellungen bezüglich des Vorhaltens von Teilen des Umgebungsmodells auf mobilen Endgeräten. Ferner soll durch ein geeignetes Rundsendeverfahren ("Broadcast Disks", "Indexing on Air") die Übertragung der selektierten Informationsobjekte von einer Infostation auf die mobilen Endgeräte optimiert werden.

Der zweite Schwerpunkt befasst sich mit der Konzeption und Realisierung von Protokollen für die geographische Kommunikation. Solche Protokolle ermöglichen den Transfer einer Nachricht an Teilnehmer in einem geographischen Zielgebiet, d.h. die Empfängergruppe wird aufgrund dieses Zielgebiets und der aktuellen Position der Teilnehmer bestimmt. Unterstützt wird die geographische Kommunikation von einem detaillierten Umgebungsmodell, das eine feingranulare Adressierung und somit den Einsatz der geographischen Kommunikation auch in urbanen Regionen ermöglicht. Es werden sowohl Broadcast-Protokolle untersucht, die Nachrichten an alle Teilnehmer im jeweiligen Zielgebiet ausliefern, als auch Multicast-Protokolle, die Nachrichten nur an eine bestimmte, über Attribute definierte Gruppe von Empfängern innerhalb eines Zielgebiets weiterleiten. Letzteres profitiert wesentlich von den detaillierten Informationen des Umgebungsmodells. Neben Protokollen mit "Best-Effort"-Semantik sollen außerdem zuverlässige Protokolle für die geographische Kommunikation konzipiert werden.



Institut


- Institut für Parallele und Verteilte Systeme    
  Abteilung Verteilte Systeme    


Personen


- Teilprojektleiter    
 - Prof. Dr. rer. nat. Dr. h. c. Kurt Rothermel   
- Wissenschaftliche Mitarbeiter    
 - Dipl.-Inf. Martin Bauer   
 - Dipl.-Inf. Susanne Bürklen   
 - Dipl.-Inf. Frank Dürr